The Bullet Undertaker

Wilkommen auf unseren Seiten, für alle Freunde des gepflegten Auto Trial Sport.




Umbau und Reparatur 2012


Nach Abschluss der Saison 2011, mit einem 1. und einem 3. Platz in der Jahreswertung, N2, im COOPER TIRES OFF ROAD-CUP, können wir sehr zufrieden sein. Der zweite Längslenker war im Herbst noch schnell repariert worden. Nach der Saison ist vor der Saison. Und so begannen im Januar die Vorbereitungen für das Jahr 2012. Hauptaugenmerk war die Erhaltung oder Wiederherstellung der Grundsubstanz unseres Undertakers. Der Rahmen war an vielen Ecken faulig. In den Quertraversen im Heck, an der Federabstützung, haben wir jedoch Baustellen gefunden, die eigentlich den Tod jedes Fahrzeuges bedeuten. Die waren völlig durch.

Diese Bilder wurden gemacht, als die Karosse schon entfernt war.







Der Undertaker ist zuerst ausgeschlachtet worden.

Alle Verbindungen zwischen Karosse und Rahmen mussten getrennt werden.





Nun sollte die Kabine runter vom Rahmen. Nach Lösen der Karosseriedämpfer ist die Kabine hinten erst mal mit einem Wagenheber ausgehoben worden.



Bohle hinten durch und hinten in die Garage gestellt. Dann die Bohle auf Steine abgestellt und mit dem Wagenheber immer wieder schrittweise höher, bis die Luft hinten reichte, um das Chassis rauszurollen.


Vorn zwei Spanngurte am Dachträger der Garage befestigt und schrittweise die Karosse hochgezogen, bis der Motor unter   durchging.




Das Ergebnis eines Tages



Der Rahmen war so instabil, dass eine Reparatur vor Saisonbeginn erfolgen musste. Die Rohre sollten raus, inkl. der Federaufnahmen. Problem war, dass da noch andere Bauteile im Weg waren. Die defekten Rohre mussten vorsichtig, durch einen nahezu chirurgischen Eingriff aus dem Rahmen.



Die Rohrenden sind im Rahmen eingesteckt und geschweißt. Die Entfernung dementsprechend schwierig. Die Federaufnahmen haben wir von den Rohren getrennt. Die Abstützung des Querlenkers musste erhalten bleiben. Das ganze wurde mit Rostumwandler behandelt. Das gröbste an Rost ist vorher manuell entfernt worden. Am Rahmen haben wir uns für Verstärkungen entschieden. Auch deshalb, weil nach der Entfernung der eingeschweißten Querrohre die Rahmenlöcher 2-3 mm größer waren. Sicher ist sicher.

Die neuen Rohre wurden nicht gebogen, sondern durch Ausschneiden von Keilen und erneutem Zusammenschweißen geformt.



Alles zusammengesteckt.

Nun noch schweißen und Überschuss abschneiden.

 Weil die Gelegenheit günstig war, ist die Kupplung gleich mal gewechselt worden. So gut kommen wir nie wieder an das Getriebe. Zum Wechsel erschien uns sinnvoll, den Motor noch montiert zu lassen. Nach dem Kupplungswechsel ist das Getriebe wieder an den Motor geschraubt worden.

Dann konnte das Aggregat ganz raus, um Platz für eine komplette Rostentfernung und Neulackierung zu machen.





Schnell waren noch alle Anbauteile, wie Tankhalter, Halter für Bremskraftregler und Auspuffhalter anzuschweißen. Dabei ist der Auspuff im Verlauf gleich noch optimiert worden.



Der nackte Rahmen kann jetzt entrostet,

gestrichen und Hohlraumkonserviert werden

Das war der Zeitpunkt, der bei niemanden der Crew wirklich Lust auf die anstehenden Arbeiten aufkommen lies. Zuerst Rahmen spülen.

Der Dreck von 20 Jahren kam aus allen Ritzen.

Mit Metall- und anschließend mit Motorreiniger ist nachgewaschen worden.



Nach dem Trocknen ist der Rahmen und alle anderen Metallteile mit einem Rostlöser eingesprüht worden.

Dieser musste vor dem Streichen mit Wasser abgespült werden.

Dann wieder trocknen.


Rahmen und Achsen wurden grundiert. Die Grundierung ist ein Epoxy - Primer zur Rostbindung.



Als Farbe haben wir uns für eine 3 in 1 Farbe entschieden, welche noch mal Rostbinder, Grundierung und Endlack ist. Alles in allem sollte das jetzt auf Dauer reichen.

Der Farbton ?

Entscheidet selbst, wir finden es Klasse.



Alle Hohlräume sind mit Hohlraumwachs ausgesprüht worden..

Achsen rein und in die Sonne gestellt.

Motor rein. Lenkgetriebe montiert.



Fertig bis dahin.

Der Bremskraftregler war zumindestens dicht, als er ausgebaut wurde.

In wieweit er noch funktionierte wissen wir nicht, weil wir das Auto so ausgeräumt haben, dass keine Last mehr auf der Hinterachse ist und den Bremskraftregler in die Verlegenheit der Arbeitsverrichtung bringen könnte.

Er dient ja nur der Zuschaltung einer zweiten Bremsleitung bei Beladung.

Das Biegen der Bremsleitungen war Fummelarbeit.



Neu sind alle Bremsleitungen von den Verbindern im Motorraum bis hinten. Die waren alle vergammelt.

Die Benzinleitungen sind jetzt durchweg flexibel.

Das erforderte neue Halter. Die sind jetzt Marke Eigenbau.

Einen Benzinfilter haben wir unseren Undertaker gegönnt.

Antriebswellen wurden montiert.

Auf den Klang des Auspuffes freuen wir uns beide schon diebisch.

Wir haben den Verlauf gradlinig nach hinten geführt.

Ursprünglich macht er zur Aufnahme eines Endschalldämpfers einen Knick nach unten. Nach Weglassen bzw. Verlierens bei einer Probefahrt, war das Endrohr von uns den ursprünglichen Verlauf des Auspuffes gefolgt.

Quatsch dachten wir diesmal.





Bremsschläuche vorn, Bremsschlauch hinten und der Tank. Nach dem Kabelbaum war der Unterbau bereit zum Aufsetzen der Karosse.

An der Kabine selbst haben wir noch nach Rost Ausschau gehalten. Nachdem wir 2010 schon durchgefaulte Radhäuser hinten geschweißt haben, waren wir überrascht, in welch relativ guten Zustand die Bleche am Rest des Autos waren. Wir haben zwei kleine Baustellen, nach Entfernung des alten Unterbodenschutzes gefunden.  Am hinteren Kotflügel links, blühte erneut schlechte Arbeit von 2010 wieder auf. Bleche am Fußboden Beifahrer und Rostbekämpfung hinten links waren angesagt. 




Der Aufsetzschutz am Mitteldifferenzial war kaum noch da und musste ersetzt werden. Allerdings stabiler. Wiederholte Aufsetzer mit dem dicken Bauch haben das Blech zerlegt.

5mm Blech, als Kasten ausgeführt, mit Verstärkung zu den Verschraubungen hin war unsere Idee.


Nun hieß es Rostschutz an der Kabine. 




Flüssigkeiten in die Agregate.

Der Rahmen kam jetzt unter die Kabine und diese wurde mit einem Flaschenzug vorn eingehangen.







  Der Plan am Karfreitag war noch, Ostermontag das Auto zusammen zu haben.

Es ist Ostersamstag, wir sind fertig !

Auf der Zielgraden leckte noch einmal die Benzinleitung am Tankanschluß und natürlich fegte ein Schneesturm über die Lokalität beim ersten Fahrversuch.


Der Klimakühler ist einem Frontgitter zum Opfer gefallen. Wenn wir mal nichts anderes mehr zu tun haben , kann der Klimakompressor evtl. mal ein Luftkompressor werden.

Wir haben dazu eine interessante Internetseite gefunden. In welchem Verhältnis der Aufwand zum Nutzen steht, müssen wir aber noch abwägen.

Nach dem Montage - Marathon am Samstag waren wir fertig mit der Materie Auto, aber auch mit unseren physischen Reserven. Wir konnten zufrieden Ostern feiern und freuen uns auf eine hoffentlich erfüllende Offroadsaison 2012 .